Paarlauf Güstrower Sommer-Stundenlauf-Serie
Dass Urlaubs-
und Ferienzeit keine Sommerpause im Sport bedeuten müssen, bewiesen auch
bei der 26. Auflage der Güstrower Sommer-Stundenlauf-Serie wieder über
100 Läuferinnen und Läufer, die bei der vierteiligen Laufserie insgesamt
über 1.900 Kilometer zurücklegten. Alljährlicher Höhepunkt
der Sommerspektakels in den Heidbergen – gemeinsam organisiert von SV
Einheit und Laufsportverein Güstrow –ist der Stundenpaarlauf zum
Abschluss.
Beim Paarlauf wechseln sich die Mitglieder der Zweiermannschaften nach jeder
Runde ab. Je nachdem, wie man sich die Kräfte einteilt, kann diese Form
des Laufens zwar auch sehr entspannend sein, da die meisten Läufer aber
früher oder später vom Ehrgeiz gepackt werden, zehrt die Sache doch
ganz schön an der Kondition.
Und da ist es ganz egal ob man wie Jule und Ronja Purwin aus Groß Grabow
als jüngstes Paar unterwegs ist, und es gemeinsam auf nicht einmal 20 Lebensjahre
bringt, oder aber wie der Münsteraner Gottfried Schäfers und sein
Laufpartner Manfred Schmitus aus Teterow als die Senioren des Feldes über
100 Jahre Erfahrung mehr in die Waagschale werfen kann. Da nimmt es dann das
Kampfgericht auch nicht ganz so genau, wenn der Vati einmal eine Runde mehr
läuft, um dem kleinen Filius eine längere Verschnaufpause zu ermöglichen.
An der Spitze soll es dann aber doch korrekt zugehen. Zumal mit 29 Paaren so
viele Duos wie noch nie am Start waren und in allen drei ausgeschriebenen Kategorien
hart um die Plätze gekämpft wurde.
Als absolute Prinzessin der 26. Stundenlaufserie erwies sich Henrike Wurm aus
Klueß. Die Elfjährige gewann nicht nur den Kinderpokal im Halbstundenlauf,
sondern zum Abschluss war sie gemeinsam mit Vati Andreas auch in der Mixedwertung
des Paarlaufes erfolgreich. 14.632 Meter legten die beiden abwechselnd zurück.
Da konnte sich Henrikes großer Bruder Johannes natürlich nicht lumpen
lassen. Gemeinsam mit Freundin Saskia Sellnau legte er 14.628 Meter zurück
und belegte damit vor Sandra Eltschkner und Jürgen Trommer (13.959 m) den
2. Platz.
Die Damenwertung war fest in Laager Hand. Carolin Knabe und Melanie Schulze
lagen am Ende mit 13.700 Metern über eine Runde vor Beate und Franziska
Hahn aus Mühl Rosin. Das Mutter-Tochter-Team schaffte 12.784 Meter und
verwies die Güstrow/Vietgester Kombination Simone Ackermann und Kerstin
Bockelmann (12.449 Meter) auf Rang 3.
Bei den Männern wurden Dirk Bockelmann und Lars Bever ihrer Favoritenrolle
voll gerecht. 17.712 Meter spulten die beiden für den LAC Mühl Rosin
startenden Güstrower auf der 740 Meter langen Runde ab und lagen damit
am Ende fast zwei Kilometer vor den zweitplatzierten Teterowern Toralf Teske
und Nils-Steffen Utke (15.802 Meter). Nur 23 Meter dahinter kamen Raymond Fischer
und Ralf Maybaum ein. Die beiden erfahrenen Freunde verwiesen mit 15.779 Metern
die Jugendlichen Tobias Naß und Phillip Rosenau (15.745 Meter) vom SC
Laage nur um 34 Meter auf den undankbaren 4. Rang.
Bei der kleinen Läuferfete am Inselseeufer, bei der die Übergabe der
Pokale, Urkunden und Preise für die bestplatzierten Läufer der 26.
Sommer-Stundenlauf-Serie erfolgte, machte ein herrlicher Sonnenuntergang dem
Namen des Wettkampfes alle Ehre.
mbp